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Forscher begeistert: Das Atlantis der Kanaren – eine versunkene Insel gibt Rätsel auf

Forschende fanden Überreste einer versunkenen Insel. Das Atlantis der Kanaren? Alle Informationen zu dem spektakulären Fund.

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Die Legende von Atlantis fasziniert die Menschheit seit Jahrhunderten. „Während eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht“ soll die Stadt, laut des Philosophen Platon, im Meer versunken sein. Doch schon damals gab es Zweifel an seinen Erzählungen, und bis heute konnten keine Beweise gefunden werden. Im letzten Sommer stießen Forschende dann auf eine spektakuläre Entdeckung: eine versunkene Insel nahe der Kanaren. Das Besondere: sie passt in die Erzählungen der beliebten Saga. Wurde Atlantis also gefunden? Alle Fakten zu diesem außergewöhnlichen Fund.

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Kanaren: Die Spur führt in den Atlantik

Eine Gruppe von Vulkanforscher:innen des spanischen Instituts für Geologie und Bergbau (IGME-CSIC) hat nördlich der Kanaren einen gigantischen Unterwasserberg entdeckt – inklusive Stränden und Vulkanen.

Dieser Berg besteht aus einer Reihe kleinerer Inseln und könnte „der Ursprung der Atlantis-Legende sein“, sagte der Geologe und Projektkoordinator Luis Somoza im Gespräch mit dem Medium „Live Science„.

Weiter heißt es, dass der sogenannte „Seamount“ rund 200 Meter unter der Wasseroberfläche liegt und Spuren einer einst bewohnten Insel offenbart. Zudem soll der Unterwasser-Berg einen Durchmesser von rund 50 Kilometern haben, während seine Basis in einer Tiefe von 2300 Metern im Meer liegt.

Gab es Atlantis wirklich? Bis heute konnten dafür keine eindeutigen Beweise gefunden werden (Symbolbild/KI-generiert). Credit: Agata25 – stock.adobe.com

Besonders erstaunlich: Die Lage entspricht in etwa jener, die für die legendäre Stadt Atlantis immer wieder vermutet wurde – westlich der Straße von Gibraltar, mitten im Atlantik. Allerdings ist dies nur eine von vielen Spuren. Andere Theorien verorten Atlantis beispielsweise in Amerika oder Skandinavien.

Eine Insel, die zweimal verschwand

Die Forschenden konnten nachweisen, dass die Insel in der Vergangenheit mindestens zweimal aus dem Ozean auftauchte und wieder versank. Vor etwa 12.000 Jahren soll der obere Teil des Berges noch eine eigenständige Insel gewesen sein.

Doch mit dem Ende der Eiszeit stiegen die Meeresspiegel dramatisch an – und die Insel verschwand erneut unter den Wellen.

Die Forschenden konnten bei ihren Tauchgängen Strände und Klippen entdecken (Symbolbild/KI-generiert). Credit: MiaStendal – stock.adobe.com

Kurz & Knapp: Einblicke in das „Atlantis der Kanaren“

Während ihrer Expedition stießen die Wissenschaftler:innen also auf beeindruckende geologische Strukturen:

  • Drei Vulkankegel an der Spitze des Seamounts
  • Ehemalige Sandstrände und Klippen
  • Sichtbare Dünenformationen, die auf einstige Küstenlandschaften hindeuten

Die Forschenden gaben ihrer Entdeckung den Namen „Los Atlantes“ – eine Anspielung auf die sagenumwobene, versunkene Stadt. „Diese Inseln versanken nach und nach – genauso, wie es in der Atlantis-Saga beschrieben wird“, erklärt Geologe Luis Somoza.

Inzwischen gibt es viele Theorien, die sich mit der Gesichte von Atlantis auseinandersetzen. Fakten gibt es bisher nicht (Symbolbild/KI-generiert).

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Was steckt wirklich hinter „Los Atlantes“?

Nach der spektakulären Entdeckung wurden Proben entnommen, die nun genauer analysiert werden sollen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen planen die Wissenschaftler:innen eine großangelegte Expedition. Schon in diesem Jahr soll das kanarische „Atlantis“ noch intensiver erforscht werden.

Ob es sich bei „Los Atlantes“ wirklich um den Ursprung der Atlantis-Legende handelt, bleibt abzuwarten. Doch die spektakuläre Entdeckung zeigt einmal mehr, dass die Ozeane noch viele Geheimnisse bergen. Und vielleicht steckt in den Mythen der Vergangenheit doch mehr Wahrheit, als bisher angenommen.